Freitag, 9. April 2010






Nach weiteren 3000 Kilometer bin ich in Broome angekommen. Und auch dieser Weg hat mir wieder einiges geboten.
In Perth hatte ich das Glueck einen Wegbegleiter zu finden, mit dem ich die letzten zwei Wochen von Ort zu Ort, von Campingplatz zu Campingplatz gefahren bin. Letzte Woche waren wir dann zu dritt, ein deutsches Maedl hatte den gleichen Weg vor sich.
Die erste Sehenswuerdigkeit waren die Pinnacles. Eigenartige Felsformationen die sich durch Wind und Wasser gebildet haben.
Dann ging es weiter nach Monkey Mia; die Hauptattraktion sind dort die Delfine die jeden Tag zum Strand kommen um gefuettert zu werden.
Einer der schoensten Straende Australiens war unserer naechstes Ziel, Coral Bay. Das Schnorcheln mit einen der groessten Tiere des Ozeans, den Walhaien, blieb uns leider verwehrt da das Wetter nicht mitspielte. Das hat das traumhafte Wetter, Meer und Strand aber wieder gut gemacht.
Ein Nationalpark im Inneren des Landes names Karejini war es Wert zwei Tage zu verbringen. Gigantische Schluchten, Naturpools zum Abkuehlen und einen Tag mit vier waschechten Australiern waren dort die Highlights.
Am Montag gehts dann weiter nach Darwin und zu den Krokodilen!
Ein Foto zeigt die Pinnacles (Wueste und Steine), eines die Delfine in Monkey Mia, ein weiters mich im Karejini Nationalpark vor einer der Schluchten, natuerlich wieder eines von einem Sonnenuntergang, dann meine Wegbegleiter Julia und James und die traumhafte Bucht von Coral Bay.
Also bis zum naechsten Mal!
Liebe Gruesse,
Philipp

Montag, 22. März 2010







Endlos gerade Strassen, Kaengurus am Strassenrand, wuchtige Baeume, gewaltige Wellen an traumhaften Kuesten, tuerkisfarbenes Wasser an einsamen Buchten, beeindruckende Felsformationen, kleine Doerfer im Nirgendwo. Das waren meine ersten 2000 Kilometer in der vergangenen Woche! Vorallem landschaftlich wurde mir viel geboten.
Angefangen hat meine Erkundungstour am Margaret River, an dem es anscheinend den besten Weisswein in Australien gibt. Da mein sensibler Gaumen gerade mal Rot- von Weisswein unterscheiden kann (auch nur durch die Temperatur), habe ich mich gar nicht auf eine Verkostung eingelassen und bin bei meinem Bier geblieben.
Weiter ging es nach Augusta, wo ich ein Fahrrad auslieh und die Kueste entlang fuhr. Zwei Ozeane treffen sich dort und es ist faszinierend welche Gewalt das Wasser bekommen kann.
Eine Nacht verbrachte ich in Permington. Diese Gegend ist bekannt fuer ihre gigantischen Baeume; die musste ich natuerlich sehen. Auf einen der Riesen konnte man klettern. Die Aussichtsplatform befindet sich auf ueber 60 Meter und ist alles andere als leicht zu besteigen. Metallbolzen, die spiralfoermig den Baum entlang befestigt sind, gelten als Leiter. Ein einfacher Maschendrahtzaun sollte die Absturzsicherung sein. Bei ca. 30 Meter siegten leider meine Gedanken und ein ungutes Gefuehl im Bauch sodass ich langsam den Rueckzug antreten musste.
In Albany, der naechsten Stadt, bekam ich tolle Buchten zu Gesicht und die Kraft des Meeres zu sehen. Bilder sprechen mehr als Worte!
Die letzte Station war dann der WAVE Rock. Ein Fels der sich ueber millionen von Jahren zu einer 15 Meter hohen Welle entwickelt hat. Beeindruckend Naturschauspiel!
Hier probierte ich auch das erste mal mein neues Zelt aus und ich muss zugeben das es sich in Jugendherbergen besser schlafen laesst.
Heute ging es dann wieder 350km zurueck nach Perth, wo ich die naechsten Tage zum relaxen nutzen werde und dann weiter in den heissen Norden ziehe.
Bis zum naechsten Mal wuensch ich euch eine tolle Zeit und verabschiede mich mit einem Zitat das ich auf dem Weg gelesen habe:
"We ourselves feel that what we are doing is just a drop in an ocean. But the ocean would be less because of that missing drop". Mutter Theresa

Donnerstag, 11. März 2010





Hallo aus Perth,

Westaustralien ist also mein Ausgangspunkt fuer die naechsten fuenf Monate auf diesem gigantischen Kontinent. Temperaturmaessig hab ich mir gleich den Hitzepol ausgesucht; heute hat das Thermometer wieder angenehme 37 Grad angezeigt. Temperaturrekord heuer: 48 Grad.
Nachdem mein Hostel einen Pool hat und das Meer auch nicht weit ist, ist alles nur halb so heiss!
Ich bin nach Australien gekommen ohne jegliche Plaene. Nachdem mir in den ersten Tagen ein junges deutsches Maedl erzaehlt hat, das sie seit ein paar Monaten mit den Auto quer durch Australien faehrt, hab ich mir gedacht, das kann ich auch! Ein Holden Commodore ist es schlussendlich geworden, eine australische Marke. Das Lenkrad ist am Beifahrersitz montiert und gefahren wird auch auf der falschen Seite ;-) Die erste Fahrt war schon ein bisschen komisch, aber man gewoehnt sich schnell daran.
In den letzten 1 1/2 Wochen habe ich grossteils gute Erfahrungen mit der Bevoelkerung gemacht. Besonders fasziniert bin ich von der lockeren Umgehensweise anderen Leute gegenueber und der Hilfsbereitschaft. Meiner Meinung ist das fuer eine Grossstadt (1.5Mio) selten.
In den naechsten Tagen starte ich dann meinen "Erkundungstrip" auf der Westkueste.
Wohin? Keine Ahnung! Wielange? Keine Ahnung!
Auf den Bildern ist der Stadtkern von Perth zu sehen, Kaengurus (noch keine echten), ein kleines Baeumchen wieder mal und natuerlich mein Auto :D!
Bis zum naechsten Blogeintrag wuensch ich euch alles Gute!
LG,
Philipp

Sonntag, 28. Februar 2010







Die letzten zwei Stationen in Asien waren Tawau und Singapur.
Tawau ist absolut kein Touristenort. Dementsprechend freundlich waren all die Leute zu mir. Habs mir dort gut gehen lassen. Ein paar Massagen, eine Tour durch den Regenwald und fuer zwei Tage bin ich in ein besseres Hotel gegangen. Kabelfernsehen, grosses Bett, eigenes Bad (+ Badewanne).... hab ich wieder mal genossen nach fuenf Monaten!
Zwei Bilder zeigen eine Spezialmassage die unglaublich weh getan hat und deren Abdruecke jetzt noch immer sichtbar sind (ueber eine Woche danach). Unterschied hab ich keinen wahr genommen, dafuer war sie billig!
Im Regenwald haben sich die Blutegel bei mir vorgestellt, einer direkt auf meiner Brust. War kein angenehmes Gefuehl und Anblick, vorallem nicht nachdem er vollgepumpt mit meinem Blut war. Die doppelte Groesse hat er leicht erreicht. Schlussendlich hat er dann doch locker gelassen und hat sich ohne ein Danke verabschiedet.
Dafuer habe ich den hoechsten tropischen Baum der Welt gesehen; 88,2m misst er, gigantisch!
Singapur ist so gar nicht wie das restliche Suedostasien. Die Preise sind gleich wie bei uns, jeder spricht Englisch und es ist wirklich sauber.
Bin durch die Stadt gegangen, das (teure) Nachtleben kennengelernt und viel gegessen.
War in einer Bar im hoechsten Gebaeude Singapurs, im letzten Stock. Bei dem fantastischen Ausblick hat das Getraenk in der Nobelbar noch besser geschmeckt. Hat aber auch seinen Preis gehabt ;-)
Ein Bild zeigt die Leute mit denen ich unterwegs war. Eine Amerikanerin, zwei Suedtiroler und ein Steirer.

Fuenf Monate Asien gehen mit Singapur zu ende. Morgen am Nachmittag sollte ich in Perth, Australien landen.
Bin schon sehr gespannt was mich alles erwartet.
Liebe Gruesse,
Philipp

Donnerstag, 18. Februar 2010





Vor vier Tagen traf ich zwei Franzosen, die mir von unglaublichen Tauchgebieten vorgeschwaermt haben. Da ich keine besonderen Plaene fuer die naechsten Tage hatte machte ich mich auf nach Sipadan. Die Reiseveranstalter haben mich gewarnt das fuer naechsten zwei Wochen alle Plaetze vergeben sind. Dadurch das die Insel unter Naturschutz steht, ist es nur einer gewissen Anzahl von Leuten erlaubt dort zu tauchen. Bin dann trotzdem hingefahren und zufaellig war gerade noch ein Platz frei! Die Tauchschule hat fuer ein paar Tage Zusatzplaetze erhalten.
Am gleichen Tag ging es dann auf die Insel Mabul auf der ich die Nacht verbrachte. Die komplette Anlage wurde auf dem Wasser errichtet, paradiesisch schoen! Am abend den Sonnenuntergang am Steg genossen, die Beine uebern kristallklaren, tuerkisfarbenen Wasser baumeln lassen, Livemusik und eine Riesenschildkroete die vor mir zum Luftholen aufgetaucht ist. Tolle Stimmung!
Am naechsten Tag in der Frueh sind wir dann fuer drei Tauchgaenge zur Insel Sipadan gefahren.
Ueberall hoert und liest man das dieser Tauchspot zu den besten der Welt gehoert. Hab noch wenig Vergleichsmoeglichkeiten aber was ich dort gesehen habe, laesst sich meiner Meinung nur schwer steigern.
Das erste Tier das ich unter Wasser gesehen habe war ein Riffhai. Ca 20 weitere folgten in den naechsten 60 Minuten.
Ich tu mir schwer ein Hightlight zu nennen. Mit den Riesenschildkroeten zu schwimmen, tausende Barracuda die sich spiralfoermig in einem Schwarm bewegt haben, riesigste Fische, Korallenriffe,...
Auch die Sicht war ein Traum, bis zu 30 Meter.
Als wir nach unserem letzten Tauchgang an die Oberflaeche kamen, meinte der Tauchmeister das es sein bester in neun Jahren war. Soll schon was heissen!!

Ich glaub die naechsten Tage werd ich ruhiger angehen lassen. Bin in Tawau und hier gibt es wirklich nicht viel. Hab mir ein Hotelzimmer fuer 7 Euro gemietet (eins meiner Teuersten, da es hier keine Jugendherbergen gibt). Bin sogar am Ueberlegen fuer ein paar Tage in ein "richtiges" Hotel zu gehen.
Mal schaun was sich hier machen laesst.

Zehn Tage sinds noch in Asien, dann gibts Berichte aus Australien!
Machts gut!
Philipp

Donnerstag, 11. Februar 2010






Hallo aus Kota Kinabalu,
Bin noch immer in Borneo und werd auch voraussichtlich die naechsten zwei Wochen hier bleiben. Gestern Abend bin ich von einer zweitaegigen Bergbesteigung zurueck gekommen und es war wirklich ein weiterer Hoehepunkte meiner Reise.
Zuerst noch ein paar Worte zu Kuching, meinem letzten Reiseziel. Die Stadt zeigt sich von zwei komplett unterschiedlichen Seiten. Habe noch keine andere Stadt gesehen in der Armut und Reichtum so nahe bei einander liegen. In einem Teil Hilton Hotel, alle Fast Food Ketten, prunkvolle Hauser und im anderen wurde ich komisch angesehen als ich nach einem Internetcafe fragte.
Habe einige Gespraeche mit der einheimischen Jugend gefuehrt und war ueberrascht wie sehr sie von England begeistert sind. Alle wollen sie irgendwann mal dorthin, sie hoeren viel Musik von englischen Popstars, sprechen ausgezeichnet englisch und jeder hat einen englischen Fussballclub den sie unterstuetzten.
Einen Tag verbrachte ich in einem Nationalpark fuer eine Wanderung durch den Regenwald, war auch ein besonderes Erlebnis auch wenn die exotischen Tiere ausblieben. Vielleicht ist es auch besser nicht ueber eine Anaconda zu stoperln.
Ein Bild zeigt wie riesig die Baeume hier in Malaysien sind, dieser war in der Stadt zu finden.

Dann komm ich mal zu der Besteigung des Mount Kinabalus. Mit 4095,2m ist er der hoechste Berg Suedostasiens. Bevor es losging musste noch eine Unterkunft auf 3200m gebucht werden um die Eintrittserlaubnis zu bekommen. Dann ging es 6km ausnahmslos steil bergauf. Auf dem Weg sind wir durch verschiedenste Vegetationen gekommen, in Wolken eingetauch und nach 5 Stunden haben wir die Mittelstation erreicht. Dort wartete am Abend das naechste Highlight... der Sonnenuntergang! Unendlich weite Sicht, Wolkendecken und faszinierende Farben.
Die Nacht war kurz, um 2.30h ist der Wecker abgegangen, ein kurzes Fruehstueck und dann weitere 3km im Dunkel auf den Gipfel, den wir um 5.30 erreichten. Zwei Hemden, ein T-Shirt und ein Pullover waren eindeutig zu wenig. Temperaturen unter Null und Wind verkuerzten die Wartezeit nicht. Um 6 Uhr wurde der Horizont dann dunkelrot und wir bekamen einen atemberaubenden Sonnenaufgang zu sehen. Die Bilder lassen erahnen wie einzigartig es war.
Wir verharrten noch einige Minuten, genossen den Augenblick und machten uns durchgefroren auf den Rueckweg. Mit der aufgehenden Sonne wurde es dann schlagartig waermer, zur Freude meines ganzen Koerpers!
Durch das Licht wurde der komplette Gipfel ersichtlich. Ein riesigen Felsplateau erstreckte sich vor uns, das wir Minuten zuvor noch in der Finsternis durchwandert sind.
Zurueck in der Mittelstation gabs eine Stunde Pause, die wir fuer unser zweites Fruehstueck und zum Ausruhen nutzten und dann gings weiter bergab.
Insgesamt 13 Stunden waren wir in den zwei Tagen unterwegs und jede Einzelne wird mir in Erinnerung bleiben!
Viel Spass mit den (bald hochgeladenen) Fotos (http://picasaweb.google.com/fipse01) und bis bald!
Philipp

Mittwoch, 3. Februar 2010







Hallo aus Borneo!
Die ersten paar Tage in Malaysien habe ich in Kuala Lumpur verbracht. Habe mich viel bei den Petronas Twin Towers aufgehalten; sind wirklich beeindruckende Bauwerke. Auf die beruehmte Skybridge bin ich nicht gekommen da um acht Uhr in der Frueh schon Hunderte Leute Schlange gestanden sind. Der Blick ueber die Stadt ist mir dann aber doch gelungen, vom einen der groessten Kommunikationstuerme der Welt. Von 276m ist die Aussicht fantastisch! Weiteres habe ich mir ein Mozart Quartett in einem tollen Konzerthaus gegoennt, 3D Kinobesuch, das neue Formel 1 Auto von Mercedes besichtigt und die Tuerme bei Nacht.
Gluecklicherweise war ich gerade bei einem riesigen Hindufest in KL. Zigtausende Leute tummeln sich vor und in einer gewaltigen Hoehle. Ueberall sieht man gepiercte, bemalte und singende Menschen.
Weiteres bin ich in die Cameron Highlands gefahren um dort ein paar Tage in den Waelder zu wandern. Abgesehen von der wunderschoenen Natur trifft man dort auf gigantische Teeplantagen und Erdbeerfelder. Nach der Wanderung ist es in eine der Produktionshallen gegangen, in denen die Blaetter gewaschen, gerieben, getrocknet und verpackt wurden. Tee mit Torte durfte anschliessend auch nicht fehlen!
Heute bin ich mit der Billigfluglinie Air Asia nach Kuching geflogen. In einer Woche habe ich eine grosse Tour geplant, hoffentlich spielt das Wetter mit.
Inzwischen geniesse ich die Stadt, Park, die freundliche Bevoelkerung und das gute Essen.
Liebe Gruesse aus dem wunderschoenen Borneo!
Bis bald :-)