Dienstag, 17. August 2010






Wellington, die Hauptstadt Neuseelands erreichte ich gestern Abend ein paar Tage frueher als geplant. Nachdem in Taupo das Wetter nicht mitspielte und einer der schoensten Tageswanderungen der Welt nicht moeglich war, setzte ich mich in den Bus steuerte die 450.000 Einwohner Stadt an.
Zuvor war ich ein paar Tage in Thames und weitere vier Tage in Rotorua. Es wurde wieder fleissig gewandert aber auch entspannt in den Thermalquellen.
Fuer den sieben Stunden Pinnacle Walk, in der Naehe von Thames, hatte ich traumhaftes Wetter. Wieder einmal bekam ich die wunderschoene Seite Neuseelands zu sehen.
Die 180 Kilometer zwischen Thames und Rotorua trampte ich. Mit vier verschiedenen netten Neuseelaendern ging es Richtung Sueden. Ich benoetigte ca. die gleiche Zeit wie der Bus, das heisst ich musste nie lange warten.
Ein teilweise dampfender See, blubbernd heisse Schlammpfuetzen und ein nicht ganz so angenemer Schwefelgeruch empfingen mich in Rotorua. Ueberall bekommt man die heilenden Thermalquellen zu sehen und wenn man will auch zu spueren. Einen Nachmittag verbrachte ich auch in einer Therme, die qualitativ aber bei weiten nicht mit den von Oesterreich mithalten kann.
Im Redforest liess ich das Kind in mir aufjubeln als ich mit dem Mountainbike durch den Wald dueste. Ueber 100km sind Wege der verschiedensten Schwierigkeitsgrade prepariert. Von Uebungsrouten bis zu Olympia down hill Strecken war alles dabei. Ich hielt mich eher auf den leichteren auf, was nicht heisst das mich das Bike einmal abwarf. Zum Glueck landete ich weich... im Schlamm :)
In Taupo besichtigte ich die Haku Wasserfaelle, die nicht durch ihre Hoehe sondern vielmehr durch ihre Farben und die Wassergewalten beeindrucken. Ein relativ breiter Fluss muendet in einem engen naturgeschaffenen Kanal.
Seit gestern bin ich in Wellington und werde voraussichtlich morgen mit der Erkundung der Suedinsel beginnen. Drei Stunden trennen die Sued- von der Nordinsel mit der Faehre.
Am Tagesprogramm war eine Stadtbesichtigung vom Mt Victoria (ein Drehort vom Herr der Ringe) und ein Museumsbesuch im Te Papa, in dem die Geschichte Neuseelands gut geschildert wird. Auf fuenf Stockwerken gibt es so ziemlich alles zu finden, unteranderem auch der groesste Tintenfisch der Welt (siehe Bild). Sein Gewicht belaeuft sich auf ca. 500kg.
Weiters ist ein Bild des Hakuwasserfalls zu sehen, vom Radlausflug, von der Pinnacle Wanderung und von Rotorua (heisse Quellen und Schlammpfuetzten)
Wir sehen uns auf der Suedinsel!

Freitag, 6. August 2010






Die letzten zwei Staedte meines Australienaufenthaltes verbrachte ich in Cairns und Melbourne. In der ersten Stadt feierte ich sozusagen meinen Abschied von Australien, da ich einen Amerikaner wiedertraf den ich vor ein paar Monaten kennenlernte. Jede Minute der Happyhour in der Hostelbar wurde genutzt. Melbourne war dann zum Erholen und besichtigen gedacht.
Am ersten August landete ich dann in Neuseeland und mein Gefuehl war ein Gutes! Und das hat sich auch gleich die ersten Tage bestaetigt.
In Auckland uebernachtete ich dreimal, bevor es weiter in den Norden ging. An einem Tag war Sightseeing angesagt und eine 200m hohe Aussichtsplatform mit einem tollen Blick auf die Stadt. Am zweiten bestiegen wir einen Vulkan der vor 600 Jahren ausbrach. Ueber schwarzes Lavagestein ging es bis zum Krater.
Die Reise in den Norden fuehrte mich zum noerdlichsten Punkt Neuseelands. Riesige Felsformationen, der Zusammenprall zweier Meere und undenlich weite Gruenflaechen waren der Lohn fuer die drei Stunden Autofahrt. Auf dem Weg wurde mehrmals angehalten um die, wie es scheint, immergruene Landschaft mehrmals zu bestaunen.
Gestern fuhren wir in einem Wald in denen die maechtigsten und aeltesten Baeume stehen die ich jemals gesehen habe. Bis zu 2000 Jahre sind manche Exemplare alt. Das Gefuehl war unbeschreiblich als ich zwischen all den "normalen" Baeumen diese Riesen sah. Der Umfang des Groessten war knapp 14 Meter.
Auch die Temperaturen hier im Norden sind angenehmer als erwartet. Jacke wird noch keine benoetigt.
Morgen geht es dann in den Sueden, Richtung Wellington. Bleibt abzuwarten welche Naturschauspiele mich in den naechsten Tagen erwarten.
Auf einem der Bilder ist die Gruppe zu sehen mit der ich die letzten Tage verbrachte, zwei sind von der Aussichtsplatform (Auckland und Melbourne), ein Umarmungsversuch eines der Baeume (war "nur" der 7.groesste in diesem Wald) und weitere Landschaftsbilder.
Bis zum naechsten mal!
Liebe Gruesse nach Oesterreich

Donnerstag, 22. Juli 2010






Nach dem Fallschirmsprung in Byron Bay und dem dreitages Abenteuer auf Fraser Island verbrachte ich drei Tage auf einem Segelschiff. Geschlafen wurde nicht am Schiff, da stellte uns die Reiseorganisation eine Ferienanlage auf einer der Inseln zur Verfuegung.
Jeder der schon mal eine laengere Zeit auf einem Schiff war, sich vom Wellengang hin und her schauckeln liess, die Stille der See und die waermende Sonne genoss, weiss wie ich mich gefuehlt habe. Es war ein Gefuehl der Freiheit!
Angesteuert wurden mehrere Schnorchelgebiete, Inseln und der schoenste Strand Australiens. Sollte auch einer der schoenstens der Welt sein, der Whitehaven Beach. Wir ankerten das Schiff auf der anderen Seite der Insel, dann kam ein 15 minuetiger Fussmarsch. Das Bild das sich uns dann auf der Aussichtsplatform zeigte war unbeschreiblich. In meinen letzten zehn Monaten habe ich viel Straende gesehen, aber dieser ist mit Abstand der schoenste! Weisser Pulversand und die vielen verschiedenen Blautoene des Meeres versetzten uns alle ins Staunen.
Gemeinsames Abendessen, (Trink)Spiele und Tanzen umfasste das Abendprogramm.
Mittlerweile bin ich drei Tage in Mission Beach wo ich Zeit habe mich von den letzten Wochen zu erholen.
Morgen geht es weiter nach Cairns, die vorletzte Station meines Australienaufenthaltes.
Im August bekommt ihr dann Neuseelandbilder praesentiert!
Bis bald hier im Blog,
Philipp

Freitag, 16. Juli 2010






Eine Woche habe ich in Brisbane in Queensland verbracht, dem Sunshine State.
Eine Woche Sightseeing, relaxen und das Nachtleben geniessen. Das Wetter war eindeutig besser als in Sydney und in den Blue Mountains. Trotzdem brauchte ich ab und zu einen Pullover.
Um der Kaelte ganz zu entfliehen bin ich weiter in den Norden, bis nach Hervey Bay, gefahren. Von dort aus begann eine drei Tages Abenteuer Tour auf der groessten Sandinsel der Welt, der Fraser Island.
12 Personen, ein Guide, drei Allrad Cheeps, Camping, Lagerfeuer, Postkartenlandschaft, Spass! Mit diesen Woerten koennte ich diesen Trip zusammenfassen.
Ohne einem Gelaendewagen kommt man auf dieser Insel nicht weit. Drei Tage wurden wir auf holprigen Strassen durchgeschuettelt, endlose Sandstrassen (mit Geschwindigkeitsbeschrenkungen und Schildern), Flugzeuge die unmittelbar vor dir starten und landen, Trinkwasserseen im Inneren der Insel, umgeben von Regenwald und weissem Sandstrand.
Das ganze kam nicht nur mir unrealistisch vor.
Am Abend kochten wir gemeinsam und anschliessend gabs ein gemuetliches Lagerfeuer und ein paar Bier.
Drei Tage Sonnenschein rundeten den Trip ab!
Der einzige Wermutstropfen war, dass es nicht erlaubt war im Meer zu baden. Es wimmelte dort von Haien und gefaehrlichen Quallen.
Heute legt die "Pride of Airlie" in Richtung Withsundays ab. Ein Segelboottrip zu einer der schoenste Inselgruppe der Welt.
Bin schon gespannt!

Dienstag, 29. Juni 2010






Um 7.15h in der Frueh wurde icb vor meiner Jugendherberge abgeholt und es ging zum Flughafen. Das aussergewoehnliche an diesem Flug war, dass ich das Flugzeug in einer Hoehe von 4200m verliess!
Skydiving nennt man das hier und es war unbeschreiblich!
Ich war ueberraschenderweise nicht aufgeregt. Auch war ich einigermassen relaxt als ich im Flugzeug sass.
Aber als die Tuere sich dann oeffnete auf ueber 4000m und der erste seine Beine hinaushaengen liess, stieg die Aufregung enorm an!
Als der Kanadier neben mir dann noch 'Holy Shit' aufpruellte, war die Spannung perfekt.
Den Hoehepunkt erreichte sie dann als ich mich zur Oeffnung robbte.
Endlose Sekunden baumelte ich in dieser Oeffnung bis ich einen automatischen Aufschrei losliess.
60 Sekunden befand ich mich im freien Fall, es kam mir jedoch viel kuerzer vor. Das Gefuehl war unbeschreiblich und schwer in Worte zu fassen!
Deshalb verweise ich nochmals auf meinen Link, dort findet ihr genuegend Bilder :) (http://picasaweb.google.com/fipse01)
Ein paar habe ich hier als Kostprobe online gestellt.

Freitag, 25. Juni 2010






Nach zwei Wochen bin ich wieder in der Zivilisation, in Sydney, angekommen. Und wieder konnte ich neue Erfahrungen sammeln.
Wie im letzten Blog berichtet war es wieder an der Zeit fuer etwas koerperliche Taetigkeit. Diese bekam ich auf einer Pferdefarm im Herzen der Blue Mountains. Auf ca. 1000m Seehoehe war es winterlich kalt. Vergebens suchte ich in meinem Rucksack nach einer warmen Jacke, die ich aber bei Morgenfrost gebraucht haette! Ein T-Shirt, zwei Hemden und ein Pullover taten es dann aber auch :).
Mit 90 Pferden, Huehnern, Schweine, Ziegen, Eseln, Schafe, Gaense, Truthaehne und Meerschweine war Abwechslung garantiert. Hauptsaechlich war ich mit der Fuetterung, Pflege und ueblichen Farmarbeiten (Zaeune reparieren,...) beschaeftigt.
Drei mal bekam ich die Gelegenheit Teile des riesigen 800 ha Grundstueckes beim Ausreiten zu besichtigen. Wieviel Schmerzen ich dem Pferd durch meinen Reitstil bereitet habe kann ich nicht sagen, mir hats Spass gemacht :)!
Zwei Wochen in der frischen Luft und mit netten Leuten haben mir auf alle Faelle gut getan.
Werde die naechsten Tage hoechstwahrscheinlich wieder fuer ein paar Wochen in den waermeren Norden fahren.
Auf den Fotos ist mein Arbeitskollege zu sehen der die Pferde fuers Reiten dressiert, ich beim Ausreiten, mit Pegasus, Teile der Farm und ein Wombat.
Bis zum naechsten mal wuensch ich euch alles Gute und
liebe Gruesse in die Heimat!
Philipp

Dienstag, 8. Juni 2010








Hallo aus den Blue Mountains,
Nachdem ich 1 1/2 Wochen in Sydney verbrachte, wurde es Zeit wieder mal frische Luft zu atmen.
Die Blue Mountains sind eine der wenigen Berge in Australien. Sie koennen von den Hoehenmetern mit den unsrigen nicht mithalten (ca. 1000m), aber mit der Schoenheit und der Landschaft auf jeden Fall. Noch selten habe ich derartige Gebirgsschluchten gesehen, Wasserfaelle die mehrere hundert Meter kerzengerade den Fels hinab stuerzen, endlos viele Panoramablicke und kilometerlange Wanderwege durch diese Paradieslandschaften.
Ich war die letzten zwei Tage wandern und mir war nach acht Monaten wieder mal kalt. Mittlerweile ist es Winter im Sueden von Australien. Nachdem ich selten Temperaturen unter 25 Grad genossen habe liegen sie hier auf dem Berg zwischen fuenf und zehn Grad. Umso mehr geniesse ich den Kachelofen in der Jugenherberge :)
Und weil es mir so gut hier gefaellt beginn ich morgen einen weiteren Farmjob.
Zu Sydney ist nicht viel zu sagen. Riesige Stadt mit mehreren Millionen Einwohner. Gesehen habe ich saemtliche Sehenwuerdigkeiten die sich jeder ansieht. Das Opernhaus, die Harbor Bridge, Parks,...
Was mich sehr gefreut hat war das Treffen von zwei Freunden aus Oesterreich. Hat gut getan bekannte Gesichter nach einer langen Zeit zu sehen!
Auf den Bildern ist das Opernhaus und die Harbor Bridge zu sehen und auch ein paar Aufnahmen von den Blue Mountains.
Also, bis zum naechsten Mal!
Liebe Gruesse nach Hause,
Philipp