Dienstag, 29. Juni 2010






Um 7.15h in der Frueh wurde icb vor meiner Jugendherberge abgeholt und es ging zum Flughafen. Das aussergewoehnliche an diesem Flug war, dass ich das Flugzeug in einer Hoehe von 4200m verliess!
Skydiving nennt man das hier und es war unbeschreiblich!
Ich war ueberraschenderweise nicht aufgeregt. Auch war ich einigermassen relaxt als ich im Flugzeug sass.
Aber als die Tuere sich dann oeffnete auf ueber 4000m und der erste seine Beine hinaushaengen liess, stieg die Aufregung enorm an!
Als der Kanadier neben mir dann noch 'Holy Shit' aufpruellte, war die Spannung perfekt.
Den Hoehepunkt erreichte sie dann als ich mich zur Oeffnung robbte.
Endlose Sekunden baumelte ich in dieser Oeffnung bis ich einen automatischen Aufschrei losliess.
60 Sekunden befand ich mich im freien Fall, es kam mir jedoch viel kuerzer vor. Das Gefuehl war unbeschreiblich und schwer in Worte zu fassen!
Deshalb verweise ich nochmals auf meinen Link, dort findet ihr genuegend Bilder :) (http://picasaweb.google.com/fipse01)
Ein paar habe ich hier als Kostprobe online gestellt.

Freitag, 25. Juni 2010






Nach zwei Wochen bin ich wieder in der Zivilisation, in Sydney, angekommen. Und wieder konnte ich neue Erfahrungen sammeln.
Wie im letzten Blog berichtet war es wieder an der Zeit fuer etwas koerperliche Taetigkeit. Diese bekam ich auf einer Pferdefarm im Herzen der Blue Mountains. Auf ca. 1000m Seehoehe war es winterlich kalt. Vergebens suchte ich in meinem Rucksack nach einer warmen Jacke, die ich aber bei Morgenfrost gebraucht haette! Ein T-Shirt, zwei Hemden und ein Pullover taten es dann aber auch :).
Mit 90 Pferden, Huehnern, Schweine, Ziegen, Eseln, Schafe, Gaense, Truthaehne und Meerschweine war Abwechslung garantiert. Hauptsaechlich war ich mit der Fuetterung, Pflege und ueblichen Farmarbeiten (Zaeune reparieren,...) beschaeftigt.
Drei mal bekam ich die Gelegenheit Teile des riesigen 800 ha Grundstueckes beim Ausreiten zu besichtigen. Wieviel Schmerzen ich dem Pferd durch meinen Reitstil bereitet habe kann ich nicht sagen, mir hats Spass gemacht :)!
Zwei Wochen in der frischen Luft und mit netten Leuten haben mir auf alle Faelle gut getan.
Werde die naechsten Tage hoechstwahrscheinlich wieder fuer ein paar Wochen in den waermeren Norden fahren.
Auf den Fotos ist mein Arbeitskollege zu sehen der die Pferde fuers Reiten dressiert, ich beim Ausreiten, mit Pegasus, Teile der Farm und ein Wombat.
Bis zum naechsten mal wuensch ich euch alles Gute und
liebe Gruesse in die Heimat!
Philipp

Dienstag, 8. Juni 2010








Hallo aus den Blue Mountains,
Nachdem ich 1 1/2 Wochen in Sydney verbrachte, wurde es Zeit wieder mal frische Luft zu atmen.
Die Blue Mountains sind eine der wenigen Berge in Australien. Sie koennen von den Hoehenmetern mit den unsrigen nicht mithalten (ca. 1000m), aber mit der Schoenheit und der Landschaft auf jeden Fall. Noch selten habe ich derartige Gebirgsschluchten gesehen, Wasserfaelle die mehrere hundert Meter kerzengerade den Fels hinab stuerzen, endlos viele Panoramablicke und kilometerlange Wanderwege durch diese Paradieslandschaften.
Ich war die letzten zwei Tage wandern und mir war nach acht Monaten wieder mal kalt. Mittlerweile ist es Winter im Sueden von Australien. Nachdem ich selten Temperaturen unter 25 Grad genossen habe liegen sie hier auf dem Berg zwischen fuenf und zehn Grad. Umso mehr geniesse ich den Kachelofen in der Jugenherberge :)
Und weil es mir so gut hier gefaellt beginn ich morgen einen weiteren Farmjob.
Zu Sydney ist nicht viel zu sagen. Riesige Stadt mit mehreren Millionen Einwohner. Gesehen habe ich saemtliche Sehenwuerdigkeiten die sich jeder ansieht. Das Opernhaus, die Harbor Bridge, Parks,...
Was mich sehr gefreut hat war das Treffen von zwei Freunden aus Oesterreich. Hat gut getan bekannte Gesichter nach einer langen Zeit zu sehen!
Auf den Bildern ist das Opernhaus und die Harbor Bridge zu sehen und auch ein paar Aufnahmen von den Blue Mountains.
Also, bis zum naechsten Mal!
Liebe Gruesse nach Hause,
Philipp

Montag, 17. Mai 2010






Heute nacht bin ich wieder in Australien gelandet und weitere tolle zwei Wochen auf einem wunderbaren Fleckerl Erde liegen hinter mir.
Zehn Tage Inselenrkundung mit dem Moped und vier in der Party- und Surfmetropole Kuta.
Angefangen hat der Baliurlaub gleich mit einem Abend bei Einheimischen. Gemuetliches Zusammensitzen, lustige Gespraeche und auch ein bisschen Kulturaustausch. Marine, ein franzoesiches Maedchen das ich auf der Butterflyfarm kennengelernt habe, kannte ein paar Leute und lud mich gleich ein den Abend mit ihnen zu verbringen.
Am naechsten Tag war das erste mir ein Moped fuer die naechsten zwei Wochen zu erfeilschen. Fuenf Monate Asien haben mich zu einem Experten werden lassen.
Zu Mittag fuhren Marine und ich dann los. Ziel: Land und Leute von Bali kennenzulernen.
Landschaftlich wurde uns einiges geboten. Vorteilhaft war auch der Zeitpunkt unserer Tour; die gerade begonnene Trockenzeit. Alles ist traumhaft gruen und lebendig nach der sechsmonatigen Regenzeit. Unendliche weite Reisfelder (sogenannte Reisterrassen), Palmbaeume und ueppige Vegetation. Maechtige Vulkanberge, die meistens in Wolkenfetzten gehuellt sind sorgten fuer abenteuerliche Bergstrassen und kuehlere Temperaturen. Eine Stunde spaeter tauchten wir wieder in traumhafte Kuestenstrassen ein.
Menschlich kann man schwer unterschiedlichere Seiten kennenlerenen. In den Touristenorten wird jeder Weisse als Geldnote gesehen und es vergehen keine zwei Minuten in denen dir jemand etwas verkaufen moechte. Nachdem ich fuenf Monaten in Asien auf alle moeglichen Menschen getroffen bin, waren die Balinesen mit Abstand die Aufdringlichsten.
Umso herzlicher wurde man in den kleineren Doerfern empfangen. Wir wurden spontan zu einer Familienzeremonie in einen Tempel geladen. Marine verbrachte die Zeit mit den Frauen und ich scherzte und unterhielt mich mit den Maennern. Dieser Tag ist etwas ganz besonderes fuer die Balinesen, da die ganze Familie zusammen kommt (und die Asiaten haben riesige Familien). Einmal in sechs Monaten findet das Fest statt das zum Beten und Beisammensein verwendet wird.
Ein weiteres Mal lud uns ein aelteres Ehepaar in ihr Haus ein. Wir konnten uns nicht sprachlich verstaendigen, es war aber trotzdem ein besonderes Erlebnis. Es gibt wirklich noch eine andere Sprache abseits von Worten! Wir erfuhren, bei einer Tasse balinesischen Kopi (Kaffee), etwas uebere ihre vier Kinder, die Tiere die sie besitzen und bekamen Einblicke in ihr Leben.
Die gutgelaunt, lachenden und selbstbewussten Kinder werden mir auch in Erinnerung bleiben.
Die letzten vier Tage wurde in Kuta gesurft, Party gemacht und entspannt.
Ein Foto zeigt mich mit einem Affen im Monkey Forest, ein weiters mit der Familie die uns zum Kaffee lud, Marine und ich auf unseren Mopeds, beim Surfen und die wunderschoenen Reisfelder.
Wenn alles nach Plan verlaeuft, sollte ich die naechsten Tage die Ostkueste Australiens ansteuern.
Bis bald!

Sonntag, 2. Mai 2010







Die letzten zwei Wochen verbrachte ich auf einer Schmetterlingsfarm als freiwilliger Arbeiter in der Naehe von Darwin. Nach monatelangem Reisen, strandliegen und geniessen brauchte ich Abwechslung. Und die bekam ich auch!
Gearbeitet wurde sechs Stunden am Tag, dafuer gab es Kost und Logis (und auch ein paar Bier am Abend).
Hauptsaechlich arbeitet ich im Garten, mit den Schmetterlingen, Instandhaltung und ich musste auch ein bisschen Putzen.
Interessant war fuer mich vorallem die Hauptattraktion der Farm, die Schmetterlinge. Die Groesse und Farbenvielfalt der Tiere war beeinduckend aber auch die Entstehung. Aus den Eiern, die auf Blaettern abegelgt werden, schluepft ein Raupe, deren Hauptsinn es ist zu fressen. Nach ca einem Monat ist sie satt und benutzt ihre Haut um sich in einen Kokon einzuhuellen. Danach folgt die letzte Umwandlung zu einem wunderschoenen Tier mit Fluegel, sechs Beinen und einem Ruessel.
Die Farm bekommt alle paar Wochen Schmetterlingskokone geschickt, die nach ein paar Tagen schluepfen. Das geschieht in kleinen Schachteln, anschliessend werden sie in das Gehege frei gelassen. Auf einem Bild bin ich zu sehen mit den frisch geschluepften Schmetterlingen.
Nach der Arbeit genoss die Zeit entweder in einem Nationalpark oder auf der Farm mit den anderen Arbeiter. Auch von diesem Park habe ich ein paar Bilder.
Zusammenfassend war es eine tolle Erfahrung und weitere schoene Erinnerungen!
Natuerlich braucht man nach getaner Arbeit auch ein paar Tage Urlaub. Werde deshalb die naechsten zwei Wochen auf Bali zu finden sein :)
Bis zum naechsten Mal wuensch ich euch wieder eine tolle Zeit!
Bis bald,
Philipp

Freitag, 9. April 2010






Nach weiteren 3000 Kilometer bin ich in Broome angekommen. Und auch dieser Weg hat mir wieder einiges geboten.
In Perth hatte ich das Glueck einen Wegbegleiter zu finden, mit dem ich die letzten zwei Wochen von Ort zu Ort, von Campingplatz zu Campingplatz gefahren bin. Letzte Woche waren wir dann zu dritt, ein deutsches Maedl hatte den gleichen Weg vor sich.
Die erste Sehenswuerdigkeit waren die Pinnacles. Eigenartige Felsformationen die sich durch Wind und Wasser gebildet haben.
Dann ging es weiter nach Monkey Mia; die Hauptattraktion sind dort die Delfine die jeden Tag zum Strand kommen um gefuettert zu werden.
Einer der schoensten Straende Australiens war unserer naechstes Ziel, Coral Bay. Das Schnorcheln mit einen der groessten Tiere des Ozeans, den Walhaien, blieb uns leider verwehrt da das Wetter nicht mitspielte. Das hat das traumhafte Wetter, Meer und Strand aber wieder gut gemacht.
Ein Nationalpark im Inneren des Landes names Karejini war es Wert zwei Tage zu verbringen. Gigantische Schluchten, Naturpools zum Abkuehlen und einen Tag mit vier waschechten Australiern waren dort die Highlights.
Am Montag gehts dann weiter nach Darwin und zu den Krokodilen!
Ein Foto zeigt die Pinnacles (Wueste und Steine), eines die Delfine in Monkey Mia, ein weiters mich im Karejini Nationalpark vor einer der Schluchten, natuerlich wieder eines von einem Sonnenuntergang, dann meine Wegbegleiter Julia und James und die traumhafte Bucht von Coral Bay.
Also bis zum naechsten Mal!
Liebe Gruesse,
Philipp

Montag, 22. März 2010







Endlos gerade Strassen, Kaengurus am Strassenrand, wuchtige Baeume, gewaltige Wellen an traumhaften Kuesten, tuerkisfarbenes Wasser an einsamen Buchten, beeindruckende Felsformationen, kleine Doerfer im Nirgendwo. Das waren meine ersten 2000 Kilometer in der vergangenen Woche! Vorallem landschaftlich wurde mir viel geboten.
Angefangen hat meine Erkundungstour am Margaret River, an dem es anscheinend den besten Weisswein in Australien gibt. Da mein sensibler Gaumen gerade mal Rot- von Weisswein unterscheiden kann (auch nur durch die Temperatur), habe ich mich gar nicht auf eine Verkostung eingelassen und bin bei meinem Bier geblieben.
Weiter ging es nach Augusta, wo ich ein Fahrrad auslieh und die Kueste entlang fuhr. Zwei Ozeane treffen sich dort und es ist faszinierend welche Gewalt das Wasser bekommen kann.
Eine Nacht verbrachte ich in Permington. Diese Gegend ist bekannt fuer ihre gigantischen Baeume; die musste ich natuerlich sehen. Auf einen der Riesen konnte man klettern. Die Aussichtsplatform befindet sich auf ueber 60 Meter und ist alles andere als leicht zu besteigen. Metallbolzen, die spiralfoermig den Baum entlang befestigt sind, gelten als Leiter. Ein einfacher Maschendrahtzaun sollte die Absturzsicherung sein. Bei ca. 30 Meter siegten leider meine Gedanken und ein ungutes Gefuehl im Bauch sodass ich langsam den Rueckzug antreten musste.
In Albany, der naechsten Stadt, bekam ich tolle Buchten zu Gesicht und die Kraft des Meeres zu sehen. Bilder sprechen mehr als Worte!
Die letzte Station war dann der WAVE Rock. Ein Fels der sich ueber millionen von Jahren zu einer 15 Meter hohen Welle entwickelt hat. Beeindruckend Naturschauspiel!
Hier probierte ich auch das erste mal mein neues Zelt aus und ich muss zugeben das es sich in Jugendherbergen besser schlafen laesst.
Heute ging es dann wieder 350km zurueck nach Perth, wo ich die naechsten Tage zum relaxen nutzen werde und dann weiter in den heissen Norden ziehe.
Bis zum naechsten Mal wuensch ich euch eine tolle Zeit und verabschiede mich mit einem Zitat das ich auf dem Weg gelesen habe:
"We ourselves feel that what we are doing is just a drop in an ocean. But the ocean would be less because of that missing drop". Mutter Theresa